Öffentlicher Brief an Landrat Bohlmann

Öffentlicher Brief an den Landrat Bohlmann. Dieser Brief wurde auch an die Presse weitergeleitet. Sehr geehrter Herr Landrat Bohlmann, wir begrüßen sehr, dass derzeit darüber diskutiert wird, in Achim für bestimmte Zweige der BBS eine Außenstelle einzurichten. Wir haben uns dazu Gedanken gemacht und bitten Sie, dieses Schreiben an die Kreistagsabgeordneten weiter zu geben. Gerne würden wir auch einmal persönlich mit Ihnen darüber sprechen. Die Junge Union Achim sieht große Chancen für Achim, wenn an den hiesigen Schulen ein Berufsschulangebot stattfinden würde. Die Außenstelle der Berufsbildenden Schulen Verden könnte sich in den leerstehenden Räumen des Achimer Schulzentrums niederlassen, bedingt durch den demographischen Wandel und den Doppeljahrgang des Abiturs im Jahr 2011. Achimer und Oytener Schüler bekämen somit direkt vor Ort ein berufliches Bildungsangebot. Dieses Bildungsanbot sollte aber lediglich nur den „reinen Tafelunterricht“ betreffen. Der berufsspezifische Bildungsunterricht in Bereichen des Handwerks muss in Verden bleiben. Somit würde dieses nur die ein- und zweijährigen Berufsfachschulen Wirtschaft sowie das Fachgymnasium Wirtschaft und einige sozialpädagogische Bildungsgänge betreffen. Da die Achimer und Oytener Schüler schon jetzt an der BBS Verden sehr stark in diesen Jahrgängen vertreten sind, könnten sich schon im nächsten Schuljahr einige Klassen im Bereich Wirtschaft nur aus Achimer Schülern bilden. Diese Schüler würden dann monatliche Entlastungen von ca. 61,50 Euro für Monatstickets der öffentlichen Verkehrsmittel spüren. Ebenfalls käme es dem Busproblem der Linie 740 zu Gute, wenn weniger Schüler von Achim nach Verden müssten. Für den Oytener oder Achimer Schüler würde dieses ebenfalls keine langen psychisch belastenden Fahrzeiten mit Bus, Bahn oder privaten PKW bedeuten. Der allgemeinbildende Unterricht im Bereich der Naturwissenschaften, Sprachen und Sport könnte ebenfalls von den Lehrern des Achimer Schulzentrums unterstützt werden. Für berufsspezifischen Unterricht z.B. im Bereich Wirtschaft, müsste dann im Gegensatz zu den oben genannten Entlastungen der Schüler nur ein Lehrer von den BBS Verden nach Achim kommen. Dieses ist lediglich ein kleiner organisatorischer Aufwand in der Stundenplangestaltung. Die Schüler würden gleichzeitig von den besten technischen Einrichtungen wie Whiteboards profitieren. Betrachtet man nur die Neueinrichtung von zwei Klassen des Fachgymnasiums Wirtschaft am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium, ist für Achimer und Oytener Sek-II-Absolventen eine komplette wohnortnahe Bildungs-Neuorientierung möglich. Diese Schüler können dann entscheiden, ob sie das sog. Turboabi nach zwei weiteren Jahren machen möchten oder sich drei weitere Jahre auf einem beruflichen-gymnasialen Bildungsweg zum selben Bildungsabschluss befinden möchten. Achim hätte somit zwei Abitur-Bildungsgänge: Einmal das sog. Turboabi nach 12 Jahren und ein berufliches Abitur nach 13 Jahren. Mit freundlichen Grüßen


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